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Ausflug in die Vulkaneifel: der VulkaMaar-Pfad am 01.07.2022
Seit 15 Jahren bin ich nun mit der Gruppe unterwegs und das sollte uns einen besonderen Ausflug wert sein!
So sind wir zu einem Wochenende in die geologisch sehr interessante Vulkaneifel aufgebrochen.
 
Start/Ziel war Manderscheid, los ging es unter blauem Himmel und weißen Wolken bei kühlem Wind, und zwar gegen den Uhrzeigersinn (Tipp!).
Zunächst gab es eine Etappe auf unspektakulären Waldwegen, dann lag das erste Highlight der Tour vor uns und es ging hoch zum Aussichtsturm Landesblick mit Rundumpanorama inkl. Meerfelder Maar. Auf 516 m Höhe hat man einen freien Blick nach Südwesten auf die Silhouette des Hunsrück sowie über die abwechslungsreiche Eifellandschaft, die mit ihren ebenfalls "offenen Fernen" ein wenig der Rhön gleicht, jedoch nur halb so hoch ist. 
Dann ging es hinunter nach Meerfeld, das dem dortigen Maar seinen Namen gibt und im größten Maartrichter der Eifel liegt. Durch Meerfeld durch und im Wald ging es hinauf nach Bettenfeld, wo wir im schönen Biergarten des Gasthauses Weiler eine kleine Pause einlegten.
Das nächste Ziel war der im Wald gelegene Windsborner Kratersee, den man, mit einem kurzen Blick auf des kleine Hinkelmaar, auf dem Weg zum Mosenberg passiert. Der Vulkanerlebnispark Mosenberg mit allerlei Vulkangestein verschiedensten Alters sowie ein Blick auf eine Kraterwand lassen die Herzen der geologisch interessierten Wandersleute höher schlagen! Die dort zur Schau gestellten Brocken unterscheiden sich alleine schon optisch deutlich, was u.a. wohl auch daran liegt, ob sie mit der Lava ausgeschwemmt oder mit der Eruption in die Landschaft geschleudert wurden. 
Das nächste Ziel war jedoch nicht weniger beeindruckend: die Wolfsschlucht und der Horngraben mit der kleinen Kyll. Auf dem Weg dorthin und beim Abstieg in der Schlucht präsentierten sich beeindruckende Felswände unterschiedlichster Art sowie am Ausgang die kleine Kyll mit ihren an der Germanenbrücke durch das felsige Bachbett rauschenden Wassern.  
Die Schlussetappe führte kilometerweit über einen schmalen Saumpfad, der sich, beginnend am Aussichtspunkt Weifelsjunk, an Steilhängen über der Lieser entlang schlängelt und für den man trittsicher und schwindelfrei sein sollte!
Lustigerweise gibt es dort ziemlich viel Bänke zum Rasten, aber ohne Aussichten - man schaut einfach nur auf endlosen Wald. So zum Beispiel auch am Philosophenblick, wo man in aller Ruhe sitzen und darüber nachdenken kann, welch eine Wohltat der beruhigende Blick ins Grün ist ;-) Allerdings findet man hier einen intakten Wald vor, zumindest im Bereich des VulkaMaar-Pfades sieht man keine Sturmschäden und da überwiegend Laubwald steht, nur selten abgestorbene Nadelbäume.
  
 Insgesamt: reichlich kurze, aber recht knackige An- u. Abstiege, urige Eichenwälder, Weitblicke über Wiesenlandschaften, schöne Waldwege, schmale Saumpfade an Steilhängen und reichlich Vulkangestein = sehr abwechslungsreich und absolut empfehlenswert! 27 km/730 hm in einer Gehzeit von etwas über sechs Stunden.
 

Am 02.07.2022 ging es zur Heidsmühle - noch eine kleine Runde zur Erholung von der großen Tour am Vortag. 

Dieses Mal im Uhrzeigersinn ging es nochmal auf den VulkaMaar-Pfad, jedoch durchweg im Sonnenschein, und zwar von den Manderscheider Burgen aus über den Saumpfad und die Wolfsschlucht hinauf, wo wir am Einstieg der Schlucht dann auf den Achtsamkeitspfad wechselten, der uns zur Heidsmühle führte. 

Diese Traditionsmühle beherbergt ein Hotel und Restaurant, das vom Unwetter am 14.07.2021, welches das Ahrtal verwüstet hat, ebenfalls schwer beschädigt wurde. die kleine Kyll, die unter dem Restaurant durchfließt, ist an diesem Abend auf über fünf Meter angestiegen und hat den Gartenbereich, die Terrasse sowie das Restaurant überflutet und teils weggerissen. Der übliche Wasserstand, so auch bei unserem Besuch dort, beträgt wohl kaum mehr als einen halben Meter. 

Dennoch gibt man dort nicht auf, arbeitet fleißig an der Wiederherstellung und hat für die Restaurant- und auch Hotelgäste eine Art Notbetrieb eingerichtet und behilft sich mit einer "Almhütte" sowie Sitzplätzen unter Sonnenschirmen auf einem Platz vor dem Gebäude. Gut essen kann man dort auf jeden Fall, z.B. frische Forellen aus dem eigenen Teich!

Nach einer gemütlichen Rast ging es von dort das letzte kurze, aber sehr steile Stück hoch und zurück nach Manderscheid, wo wir im schönen Garten der Trattoria Vulcano bei einem wohl verdienten Eis unseren Ausflug in die Eifel entspannt ausklingen ließen. 

Diese Runde betrug knapp 14 km/330 hm, für die wir dreieinhalb Stunden unterwegs waren. Lediglich das kurze Stück von der Heidsmühle zurück nach Manderscheid war verwirrend markiert, führte mehrmals über ein Sträßchen und durch das Gelände der Eifelklinik und man muss aufpassen, dass man nicht im Kreis läuft ;-)

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